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Arbeitszeugnis

Arbeitszeugnisse müssen korrekt formuliert werden. Doch das ist noch längst keine Garantie für ein gutes Zeugnis. Wusstest du, dass es eine Geheimsprache in Arbeitszeugnissen gibt, die verrät, was Arbeitgeber wirklich denken? Hier erfährst du, wie du sie entschlüsselst.

Warum ein Arbeitszeugnis?

Jugendliche mit Arbeitszeugnis

Als Praktikant hast du das Recht auf ein Arbeitszeugnis. Dieses kannst du bei späteren Bewerbungen beilegen, um zu zeigen, dass du schon Berufserfahrungen gesammelt hast. Solche Erfahrungen werden von Arbeitgebern gern gesehen. Du solltest also auf keinen Fall auf dein Arbeitszeugnis verzichten, sondern es quasi als Lohn für deine Anstrengungen während des Praktikums betrachten.

Lass dich nicht täuschen!

Meist schreibt dir dein unmittelbarer Vorgesetzter das Zeugnis. Und du wirst auf den ersten Blick begeistert sein: Es klingt eigentlich immer gut! Die Wahrheit: Arbeitszeugnisse müssen gesetzlich korrekt formuliert werden. Bei negativen Bewertungen liegt die Beweislast auf Arbeitgeberseite; das heißt, dass dein Chef Beweise dafür haben müsste, dass du nicht gut warst. Das ist anstrengend für ihn und es ist daher unwahrscheinlich, dass er es darauf ankommen lässt. Was dein Chef wirklich von dir denkt, steht allerdings zwischen den positiv formulierten Zeilen.

Die geheime Zeugnissprache

Ein Grund mehr genau hinzuschauen. Achte insbesondere auf die fett gedruckten Schlüsselwörter.

Das steht im Zeugnis … Das ist gemeint …
Er/Sie führte die ihm übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollsten Zufriedenheit aus. Er/Sie war immer sehr gut.
-> Note 1
Er/Sie führte die ihm übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit aus. Er/Sie war immer gut.
-> Note 2
Er/Sie führte die ihm übertragenen Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit aus. Er/Sie war nicht immer gut, aber insgesamt zufriedenstellend.
-> Note 3
Er/Sie führte die ihm übertragenen Aufgaben zu unserer Zufriedenheit aus. Wir sind nicht völlig zufrieden, aber es reicht insgesamt aus.
-> Note 4
Es wird kein Satz darüber verloren, wie die Aufgaben ausgeführt wurden. Er/Sie war nicht gut.
-> Note 5 oder 6

Tipp:

Es klingt verrückt, ist aber nicht unüblich: Frage deinen Chef, ob du ihm einen Vorschlag für dein Zeugnis schicken darfst. Chefs, die viel zu tun haben, sind sogar dankbar dafür, wenn sie den Text kopieren können und nur noch unterschreiben müssen. Schreib dir dann ein gutes Zeugnis; aber bleibe ehrlich, damit sich dein Chef darauf einlässt.

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