4 jugendliche Freunde

Lehrer

Morgens haben sie Recht und mittags frei, besagt ein Sprichwort über die Lehrer. Ob das so stimmt oder nicht – der Umgang mit Lehrern fällt nicht immer leicht. Wenn du Probleme mit Lehrern hast oder dir einfach nicht sicher bist, wie du dich ihnen gegenüber verhalten sollst, findest du hier Rat.

Lehrer sind Lehrende

Lehrer und Schülerin diskutieren

Die Aufgabe des Lehrers ist es, Schülern Wissen und Sozialkompetenz zu vermitteln, und das auf eine pädagogisch korrekte Weise. Da Lehrer ein Beruf ist, sind Lehrer gezwungen, gewisse Dinge zu tun bzw. bestimmte Verhaltensweisen von ihren Schülern einzufordern. Das kann verwirrend sein, wenn man sich persönlich gut mit einem Lehrer versteht und in einer Situation eigentlich Nachsicht von ihm erwartet. Eine gute Beziehung zum Lehrer macht den Schulalltag sicher angenehmer, den Lernstoff darf der Lehrer deswegen aber leider nicht reduzieren.

Lehrer sind Menschen

Lehrer sind Menschen und keine Maschinen. Wie jeder andere Mensch auch können sie mal mit dem falschen Fuß aufgestanden sein. Oder es läuft vielleicht gerade privat nicht alles glatt. Nimm es nicht persönlich, wenn einer deiner Lehrer mal grundlos schlecht drauf ist. Wenn du dich hingegen wirklich ungerecht behandelt fühlst, musst du darunter natürlich nicht leiden. Sprich mit deinen Klassenkameraden darüber, ob ihnen dasselbe aufgefallen ist oder ob es nur dein Eindruck war. Manchmal hilft es, den Lehrer nach der Stunde persönlich darauf anzusprechen. Achte dabei darauf, ruhig, sachlich, freundlich, aber bestimmt zu bleiben.

Benotung

Eine schlechte Note solltest du auf keinen Fall persönlich nehmen. Zunächst solltest du nachzählen, ob alle gegebenen Punkte in die Benotung einbezogen worden sind, damit du Fehler des Lehrers direkt reklamieren kannst. Meistens geht dies nur in der Stunde, in der du die Arbeit zurückbekommst, da sonst für den Lehrer die Möglichkeit besteht, dass du in der Zwischenzeit etwas an der Arbeit verändert hast.
Wenn dein Lehrer nichts übersehen hat, sieh dir deine Fehler genau an. Wenn es Flüchtigkeitsfehler sind, achte beim nächsten Mal darauf, dich bei den Aufgaben besser zu konzentrieren. Liegt es hingegen daran, dass du den Stoff nicht verstanden hast, solltest du ihn nachholen, damit sich beim nächsten Mal keine Wiederholungsfehler einschleichen.

Hausaufgaben

Auch wenn es manchmal kaum zu glauben ist: Hausaufgaben werden von den Lehrern nicht aufgegeben, um deine Freizeit zu vermiesen, sondern um das, was dir in der Stunde beigebracht wurde, zu üben. Wer seine Hausaufgaben konzentriert erledigt, bringt bessere Leistungen in der Schule und muss unter Umständen auf Tests so gut wie nichts mehr lernen.
Wenn sie dich dennoch wieder mal furchtbar nerven, hilft dir vielleicht folgende Überlegung: Würde es keine Hausaufgaben geben, sondern alles nur in Schulstunden beigebracht und geübt werden, müsstest du entweder bedeutend länger in die Schule gehen oder wärst immer noch damit beschäftigt, Sachen zu üben, die dir jetzt kinderleicht vorkommen.

Checkliste: Erste-Hilfe-Kit für den Lehrerumgang

  • Punkt 1 bei Problemen sollte immer das persönliche Gespräch sein. Wer Hemmungen vor dem Gespräch unter vier Augen hat, kann sich einen Freund mitnehmen. Dieser sollte sich allerdings mit Kommentaren zurückhalten.
  • Darf der Lehrer dich aus der Klasse werfen oder verletzt er damit dein Recht auf Bildung? Darf er dir dein Handy wegnehmen oder ist das Diebstahl? Wer seine Rechte als Schüler kennt, punktet, wenn´s drauf ankommt. Hier findest du Infos zu Schülerrechten in deinem Bundesland.
  • Du hast das Gefühl, vom Lehrer gemobbt zu werden? An den meisten Schulen gibt es Vertrauenslehrer, an die sich Schüler bei Problemen mit anderen Lehrern wenden können. Zögere nicht, dir helfen zu lassen, wenn du nicht weiterweißt.
  • Hier findest du mehr Infos zu Kommunikation und Schlagfertigkeit in Gesprächen.

Ein Artikel von Benjamin Klepper

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